Ziel der Expedition ist die Erkundung der leider mittlerweile selten gewordenen, weitestgehend unberührten Natur und die Beobachtung der dortigen Flora und Fauna auf allen Kontinenten. Wir wollen lernen, mit den Dingen im Leben auszukommen, die zu den jeweiligen Jahreszeiten und in den Regionen, in denen wir uns gerade aufhalten, zur Verfügung stehen.

Eigene Beobachtungen im Zusammenhang mit philosophischer Reflexion über eine globalisierte, konsumorientierte Gesellschaft und deren Wertesystem gehören ebenfalls zu den Dingen, mit denen wir uns beschäftigen. Dabei müssen wir – die wir ja auch in dieser Gesellschaft groß geworden sind und die Hälfte unseres Lebens darin verbracht haben - sicherlich einige der anerzogenen und zu einem großen Teil verinnerlichten Werte neu bewerten, um andere Lebensweisen begreifen zu können.

Außerdem wollen wir versuchen, verschiedene Tierschutzprojekte von kleineren, lokalen Initiativen jeweils in dem Kontinent zu unterstützen, in dem wir gerade reisen. Die großen Organisationen haben meist einen riesigen Verwaltungsapparat, der einen Großteil der Spendengelder in Anspruch nimmt. Außerdem finden wir es nicht richtig, wenn "weiße Organisationen" in Entwicklungsländer "einfallen" und vor Ort versuchen, den Leuten ihre Sicht der Dinge überzustülpen, so edel der Zweck auch sein mag.

Wir erachten es für viel sinnvoller, Projekte einheimischer Organisationen zu unterstützen und zwar sowohl finanziell, als auch durch tatkräftige Mithilfe, falls dies erforderlich sein sollte. Nur wenn die lokale Bevölkerung hinter einem Projekt steht, können die Lebensbedingungen z. B. von Wildtieren dauerhaft verbessert werden.


Perikles kann unsere Motivation für diese Expedition nicht schöner zum Ausdruck bringen:  

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,
das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut

Dafür haben wir uns entschieden, unser jetziges Leben aufzugeben, um das Projekt vollkommen unbelastet, ohne Verpflichtungen aus der Vergangenheit, umsetzen zu können. Kein Haus oder Wohnung, bei denen ein Wasserschaden eintreten könnte und uns zu einer Unterbrechung zwingen könnte, kein Arbeitgeber, der fragt, wann wir wieder zurück sind, etc. Den Mut dafür aufzubringen war der erste Schritt in ein neues, freies Leben.